Antidepressiva: Der letzte Schrei

Citalopram, Mirtazapin und wie sie alle heißen. Sie haben den Pharmakonzernen innerhalb kürzester Zeit Beträge in Milliardenhöhe eingespielt. Zur Behandlung von mittelschweren und schweren Depressionen werden sie in der Leitlinie auch immer noch so empfohlen. Die Wirksamkeit jedoch ist zweifelhaft.

Nach wie vor nämlich herrscht über die Ursache für das psychosomatische Leiden Unklarheit. Während die einen von einem gestörten Stoffwechsel im Gehirn ausgehen, halten andere an Traumata fest. Dass es tatsächlich wohl ein Zusammenspiel sein muss, erschließt sich dem gesunden Menschenverstand.

Welche Bedeutung also kommt den Antidepressiva zu? Ist ihnen eine Therapie eventuell vorzuziehen? Die Geister jedenfalls streiten sich darüber und auch ich kann nur eine Empfehlung geben. Schließlich kommt jeder aus einem anderen Umfeld, ist mal mehr oder weniger stark betroffen und somit auch fähig zu kämpfen. Denn darauf kommt es eines Tages an.

Die Hauruck – Variante

Entscheidet man sich für die Einnahme von Tabletten, ist das vergleichbar mit dem Besuch beim Chiropraktiker. Die Rückenschmerzen sind mit einem Handgriff beseitigt, die Ursache nicht unbedingt. Sie schwillt oft unentdeckt weiter und kocht im ungünstigsten Moment wieder hoch. Ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen, die die Pillen mit sich bringen.

So schnell die Ärzte sie nämlich auch verordnen, droht gerade bei den Serotonin – Wiederaufnahme – Hemmern eine schnelle Gewöhnung. Das Absetzten wird zunehmend schwerer oder gar unmöglich, sodass die vermeintliche Lösung eine Dauermedikation ist. Aber wer will sich die Chemiekeule schon ein Leben lang antun?

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Solange ganzheitliche Behandlungsmethoden nicht ins System integriert sind, wird es mehr und mehr psychisch Erkrankte geben . Pixabay

Hat man dagegen die Muße, sich mit einem Therapeuten bis an die Wurzel des Problems vorzugraben, stehen die Prognosen günstiger. Genauso wenig wie das Zusehen beim Fußball lässt schließlich auch keine Diät dauerhaft Pfunde purzeln. Das Vorhaben steht und fällt schlichtweg mit der Veränderung des eigenen Verhaltens.

Better safe than sorry

Angelehnt an die Erfolge in Schweden hat der Deutsche Olympische Sportbund deshalb das Rezept für Bewegung eingeführt, das dem behandelnden Arzt ermöglichen soll, seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Indem er etwa im Frühstadion einer Erkrankung schon zu entsprechenden Kursen rät und das Fortschreiten somit verhindert.

Der Haken daran: Solange keine entsprechende Klausel in das Präventionsgesetz aufgenommen ist, werden die Bemühungen der Ärzte nicht vergütet. Die ganzheitliche Medizin verpönt. Der Patient gleicht einer Maschine, der ein Ersatzteil fehlt. In der (Pharma-)Industrie geht der Pfusch weiter.

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