Woche 5: Seid euch selbst die beste Freundin!

Als Dreikäsehoch hat man noch Träume. Will vielleicht Pilot werden und die Welt entdecken. Oder Brände löschen. Steht man dann aber erst einmal auf eigenen Beinen, empfängt einen neben Freiheit insbesondere auch Verantwortung, die einen nur gar so schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Hat das Reisebüro gerade noch Lust auf eine längere Auszeit in der Ferne geweckt, tobt auch schon der Verstand: Du wirst dort allein sein. Könntest dich mit Malaria infizieren.  Ausgeraubt werden und auf einer einsamen Insel stranden. Et cetera, et cetera. Die Flut an Gedanken reißt nicht ab, selbst wenn die Sorgen völlig irreal sind.

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Sogar unser aller Schöpfer hat sich den siebten Tag frei gehalten, um auftanken und seine Erzeugnisse bestaunen zu können. Pixabay

Stell dir stattdessen vor, du wechselst die Perspektive. Schaust von einem Berg herab ins Tal: Selbst unüberwindliche Probleme werden dann augenscheinlich klein. Der verspätete Bus oder die Marktfrau, die keiner außer der Landessprache fähig ist, sind im Rückblick allenfalls einer Anektode wert. Deine Bewerbung kannst du mit Improvisationsgeschick und Stressresistenz anreichern.

Deshalb muss man sich manchmal einfach einen Ruck geben und den Besserwisser austricksen. Als Neuzugang im Gehirn liefert sich die Großhirnrinde mit dem limbischen System nach wie vor Kämpfe, die sich bei uns als Entscheidungsschwäche äußern. Das beste Warnsystem in der Steinzeit war allerdings auch der Instinkt. Nicht der Verstand – wie uns die Aufklärung weißmachen will.

Von daher solltet ihr eure Bedürfnisse ernst nehmen, um Erfüllung zu erlangen. Dem Pinguin hilft, wie es Eckard von Hirschhausen ausdrückt, auch keine noch so gute Therapie, um Giraffe zu werden.  Er kommt mit seinen Flügeln im Wasser einfach am besten zurecht. Selbst wenn ihn die Jagd ein ums andere Mal vielleicht anödet.

Ab in den Urlaub…

Doch gerade aus der Ernährung kann man eine richtige Feierlichkeit machen: Stellt euch vor, ihr seid in Frankreich. Kauft Käse und Wein aus der Region und lasst euch die Leckereien mit frischem Baguette auf der Zunge zergehen. Die Zeit sitzt ausnahmsweise nicht im Nacken. Was würde solch eine Zeremonie mit euch machen? Wie sich auf euer Umfeld auswirken?

Sicher werdet ihr euch nicht jeden Tag verwöhnen können. Den inneren Kritiker, der die Auszeit als Firlefanz abtut, überwinden können. Aber nehmt euch dieses Privileg hin und wieder raus. Nicht umsonst praktizieren Rentner diese Fürsorge regelmäßig und nehmen damit Abstand zu ihrem früheren Arbeitsleben, als allerhand Abstriche gemacht werden mussten. Euer Magen wird’s euch danken!

Schwierigkeitsgrad I

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