Woche 4: Lasst alle Fünfe gerade sein!

Gar nicht so leicht. Wo Scheine und Noten in Deutschland doch schon die halbe Miete sind, wenn es darum geht, angenommen zu werden. Vom Arbeitgeber oder gar der Schule. Dem Bildungszeitalter sei Dank. Oder besser: Frust.

Wer außer Schwarz und Weiß nämlich keine Schattierungen mehr sieht und alles perfekt machen möchte, der bezahlt einen hohen Preis.  Die Zeit rieselt wie Sand durch die Finger. Nerven liegen plank, sodass man aus Angst vor dem Versagen am liebsten gleich ganz das Handtuch wirft.

Steht man dann allerdings vor den Trümmerhäufen, gehen einem womöglich die Pferde durch. Die Schnapsflasche ruft und der Magen streikt. Das war es dann wohl mit der nicht vorhandenen Frustrationstoleranz. Aber glücklicherweise gibt es Abhilfe und ihr müsst euch nicht länger mit Schreibblockaden und Minderwertigkeitsgefühlen herumplagen.

Spuren aus der Kindheit

Der Grundstein dafür, dass ihr seid, wie ihr seid, wurde natürlich schon vor Jahren gelegt: vielleicht sind euch Mama und Papa nach der Pfeife getanzt. Nur ein treuseliger Blick und der Besuch in der Pommesbude war gerettet. Es mag damals das Los des Tages gewesen sein. Im Endeffekt aber, hat sich das Gehirn gemerkt, dass auf eine Tat direkt die Belohnung folgt.

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„Mach bloß keinen Fehler!“, kreischt der innere Kritiker. Kein Wunder, dass das Glück noch immer auf sich warten lässt. Pixabay

In der Realität jedoch, sind die Abläufe komplexer. Nicht alles, was man anpackt, liegt in der eigenen Hand. Enttäuschung ist vorprogrammiert. Was also muss ich ändern? In erster Linie die Perspektive. Denn seid doch mal ehrlich: so einfach wie im Beispiel läuft es meist nur im Film. Der Ehegatte kreuzt als Kindermädchen auf. Vor der Tür wartet der Badesteg.

Fragt euch also: Was erwarte ich von mir und den anderen? Ist das mit den vorhandenen Ressourcen machbar oder sprengt es den Rahmen? Will ich mit meinem Vorhaben womöglich jemandem imponieren – und wenn ja, warum? Vielleicht habt ihr als Kind gelernt, dass Anerkennung an Leistung gekoppelt ist.

Den Perfektionismus ablegen

Dann ist es umso wichtiger zu wissen, dass jeder Einzelne von Gott geliebt ist.  Mit all seinen Stärken und Schwächen. Wie sollte die Welt bloß funktionieren, wenn alle dasselbe könnten und wollten? Haltet euch das immer vor Augen und schiebt die Angst beiseite, dass ihr unnütz seid. Es läuft alles nach Plan, selbst wenn es sich manchmal nicht so anfühlt.

Die Spüle steht voller Geschirr. Unter den Pantoletten knirschen die Krümel. Ich ermutige euch trotzdem, ruhig zu bleiben. Je dreckiger es ist, desto mehr lohnt sich das Putzen. Mal abgesehen davon, dass ihr euerm Ziel, gelassener zu sein, einen großen Schritt näher gekommen seid! Mit 20 Prozent eures Einsatzes nämlich könnt ihr ganze 80 Prozent Fortschritt erzielen.

Schwierigkeit II

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