Selbstversuch: Glück kommt selten allein

Vor der Arbeit noch schnell zur Post, am Coffee to go vorbei – und auf den letzten Drücker ins Meeting gestolpert. Uns Deutschen kann es oft gar nicht schnell genug gehen. Nur das Glück: das kommt zu kurz. Deshalb bietet der Komiker und Arzt Eckart von Hirschhausen nun einen Onlinekurs an, dem ich mich die nächsten sieben Wochen unterziehen werde. Ich hoffe, der Slogan hält was er verspricht…

‚Gratis, aber nicht umsonst!‘ stand bei der Anmeldung geschrieben. Einige Videobotschaften und Gedankengänge später, ist die erste Lektion nun auch geschafft. Der Blick für die Alltagsfreuden und Stolpersteine geschärft. Doch warum lasse ich mich überhaupt auf so ein Training ein, das mich herausfordert, meine Gewohnheiten zu überdenken und letzten Endes auch zu ändern?

Selbst kleine Dinge, wie das Führen eines Glückstagebuchs, können hinsichtlich der Stimmung schon viel bewirken. Pixabay

Dazu eine Anektode: Ich bin im Supermarkt neulich auf eine Kassiererin gestoßen, für die ich mich inzwischen regelmäßig an der längsten Schlange (!) anstelle. Grund dafür ist ihre positive Ausstrahlung, die mich noch Stunden nach dem Einkauf begleitet, sowie die Leichtigkeit, mit der die junge Frau ans Werk geht. Das ist mal abgesehen von den heimlichen Fans doch echt eine Nachahmung wert!

Vorbilder gezielt wählen

Im Gegensatz zu Thomas Müller, Kendall Jenner oder Johnny Depp hat sie außerdem einen entscheidenden Vorteil: Sie ist mir in ihrer Rolle nahbar. Muss morgens genauso wie ich das Bett machen, sich auf der Arbeit unliebsamen Kunden stellen und einmal in der Woche die Mülltonnen rausstellen. Deshalb kann ich mich ohne Probleme an ihr orientieren und werde auch nicht frustriert, wie es durch die sozialen Netzwerke manchmal passiert.

Anne relaxt in Thailand, Sabine turtelt mit Felix und Leonie hat ihren Traumjob bekommen. Da ist die Laune im Hinblick auf das eigenen Leben schnell einmal im Keller. Deswegen raten die Glücksforscher auch rigide davon ab, sich mit anderen zu vergleichen. Stattdessen richten wir unseren Blick lieber nach innen. Auf das was wir haben und können oder ausbaufähig ist. Denn das beschert uns (wissenschaftlich erwiesen!) mehr Jahre auf dem Buckel, einen besseren Umgang mit Stress sowie Kreativität und Energie, die wir in der Freizeit verprassen können.

Klingt gut, oder?

Dann schaut doch jede Woche mal hier vorbei. Ich werde euch über mein Vorhaben am Laufen halten und regelmäßig Übungen mit auf den Weg geben. Die erste nennt sich Glückstagebuch. Damit könnt ihr noch heute beginnen: Besorgt euch einfach ein Büchlein, in dem ihr besondere Momente notiert. So habt ihr für schlechte Tage immer einen Schatz konserviert. Tipp: Ich schreibe mittlerweile auch hinein, wofür ich dankbar bin und was mich stolz macht.

                                                                                                                                                                     Schwierigkeit   I

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